Forscher der London School of Hygiene and Tropical Medicine haben zusammen mit Forschern der Universität Oxford im Vereinigten Königreich berichtet, dass bei Covid-19-Patienten, die mindestens eine Woche im Krankenhaus bleiben müssen, die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Auftretens der schweren Krankheit oder des Todes deutlich höher ist.

Für die Studie wurden die Daten von etwa 25.000 Patienten, die wegen einer Coronavirus-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert wurden, mit der Gesundheitsgeschichte von 100.000 ausgewählten Mitgliedern der Bevölkerung verglichen. Die Ergebnisse wiesen auf eine höhere Wahrscheinlichkeit einer Rückkehr der schweren Covid-19-Krankheit und ein fast 5-fach erhöhtes Risiko des Todes innerhalb von 10 Monaten hin, berichtete Bloomberg.

Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Menschen, die wegen einer Coronavirus-Infektion in ein Krankenhaus eingeliefert werden, in den Monaten nach dem Krankenhausaufenthalt mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit weitere gesundheitliche Probleme haben.

  • Die am Dienstag veröffentlichte Studie ist eine weitere, die die langfristigen Auswirkungen einer Coronavirus-Infektion aufzeigt.
  • Eine dänische Studie hat gezeigt, dass selbst ein Jahr nach dem Krankenhausaufenthalt drei Viertel der ehemaligen Covid-Patienten mit chronischer Müdigkeit und anderen körperlichen Problemen zu kämpfen haben, wobei 25 Prozent über Angstattacken und andere psychische Beschwerden klagen.

Forscher der US-amerikanischen Universität von Florida fanden heraus, dass bei hospitalisierten Erwachsenen unter 65 Jahren die Wahrscheinlichkeit, innerhalb eines Jahres an Covid-19 zu sterben, um 223 Prozent höher war als bei Menschen mit einem ähnlichen medizinischen Profil, die nicht an SARS-CoV-2 erkrankt waren.

Sie untersuchten die Lunge von Patienten mit langem COVID. Ein beunruhigender Befund

Forscher der Universität Oxford testeten Menschen, die mit dem so genannten langen COVID zu kämpfen hatten. Die getesteten Patienten mussten nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden, aber kurz nach der Infektion mit dem Coronavirus litten sie unter schwerer Kurzatmigkeit. Es stellte sich heraus, dass sie etwas gemeinsam hatten.

Ein Forscherteam der Universität Oxford untersuchte 11 Patienten. Zu ihrer Untersuchung wurde ein neuartiges Verfahren zur Bildgebung der Lunge mit Xenon eingesetzt. Dadurch können bestimmte Bereiche des Organs besser hervorgehoben werden.

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Langes COVID und die Folgen für die Lunge
Ziel der Studie war es, Anomalien in den Lungen der Patienten festzustellen. Den Forschern ging es darum, die durch eine Coronavirus-Infektion verursachten Läsionen zu erfassen, die in weniger detaillierten Studien nicht erfasst wurden.

Wie die BBC berichtet, hat eine Studie mit Xenon einige beunruhigende Ergebnisse erbracht. Die Forscher fanden heraus, dass Menschen mit langer COVID, die zu Beginn der Infektion unter akuter Kurzatmigkeit litten, auch nach scheinbarer Genesung latente Lungenschäden aufweisen.

Wie die Forscher zeigen, werfen die Ergebnisse ein Licht auf die Ursachen der Erkrankung bei Menschen mit langer COVID. Diese Menschen, auch wenn sie bereits negativ auf SARS-CoV-2 getestet wurden, leiden noch wochen- oder sogar monatelang unter den Nebenwirkungen der Coronavirus-Infektion. Dazu gehören Atembeschwerden.

Die Forscher konzentrierten sich auf eine Gruppe von 11 Personen, die nicht hospitalisiert werden mussten. Laut BBC wurden im Rahmen der Studie jedoch auch 12 Patienten, die in ein Krankenhaus eingeliefert wurden, aber nicht mit einer langen COVID zu kämpfen hatten, sowie 13 gesunde Vertreter der „Kontrollgruppe” getestet.