Presse
ProVisc® und Viscoat® sind auf der Positivliste des G-BA
Im Zuge des sogenannten Gesetzes zur Änderung medizinprodukterechtlicher und anderer Vorschriften vom 14. Juni 2007 wurde zum 01. Juli 2008 § 31 SGB V geändert, indem die Sätze 2 und 3 dieser Vorschrift neu gefasst wurden. Diese lauten zukünftig wie folgt:
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat in den Richtlinien nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 festzulegen, in welchen medizinisch notwendigen Fällen ausnahmsweise in die Arzneimittelversorgung einbezogen werden:
1. […]
2. Stoffe und Zubereitungen aus Stoffen, die als Medizinprodukte nach § 3 Nr. 1 oder 2 des Medizinproduktegesetzes zur Anwendung am oder im menschlichen Körper bestimmt sind; ...
ProVisc® und Viscoat® von Alcon wurden Ende 2009 bzw. Anfang 2010 in die Positivliste der Arzneimittel-Richtlinie 12 nach § 31 Abs. 1 Satz 2 und 3 i. V. mit § 92 Abs. 1 Satz Nr. 6 SGB V aufgenommen.
Neu von Alcon: SYSTANE® ULTRA bei trockenen Augen - der fühlbare Unterschied!
Alcon führt im September 2009 SYSTANE® ULTRA Benetzungstropfen für die Augen ein.
SYSTANE® ULTRA ist eine neue Formulierung mit verbesserter Galenik, die das bewährte SYSTANE®-Wirkprinzip (vom Tropfen zum Gel) perfektioniert.
SYSTANE® ULTRA bietet lang anhaltende Wirkung und maximalen Komfort.
In der Flasche ist SYSTANE® ULTRA niedrigviskös, lässt sich leicht applizieren und verteilt sich beim ersten Lidschlag auf der Augenoberfläche, nahezu ohne die Sicht zu beeinträchtigen. Ein optimierter pH-Wert sorgt bei Patienten mit trockenen Augen für ein besonders sanftes Gefühl und sofortige Erfrischung.
Aktiviert durch die körpereigene Tränenflüssigkeit, vernetzen sich die Polymere von SYSTANE® ULTRA zu einem stabilen, viskoelastischen Gel, das intensiv befeuchtet und die Regeneration der Hornhaut durch effektiven Schutz fördert.
Dieses einzigartige Wirkprinzip macht SYSTANE® ULTRA zum Mittel der Wahl für alle Patienten mit trockenen Augen.
Kontaktlinsenträger profitieren von der regenerierenden Wirkung von SYSTANE® ULTRA. Für sie ist die Anwendung vor und nach dem Tragen der Kontaktlinsen zu empfehlen.
SYSTANE® ULTRA ist konserviert mit POLYQUADÒ, einem benzalkoniumchlorid-freien Konservierungsmittel, welches sich in der Augenheilkunde als hervorragend verträglich erwiesen hat und zum ausgezeichneten Wirkprofil beiträgt.
SYSTANE® ULTRA ist in der Multi-Dose-Flasche ½ Jahr nach Anbruch haltbar.
Packungsgrößen:
1x 10 ml (PZN 1668562), 3x 10 ml Vorratspackung (PZN 1668585).

Kompetente Beratung bei trockenen Augen
Rund 11 Millionen Deutsche, 20 % der erwachsenen Bevölkerung, leiden ständig oder gelegentlich an Symptomen des trockenen Auges. Aber nur ein Drittel davon erwerben jemals Tränenersatzmittel in der Apotheke.
Das heißt: Etwa jeder sechste Kunde, der für eine Brille zum Augenoptiker kommt, hat sich achselzuckend mit Sicca-Beschwerden abgefunden - oft genug nur deshalb, weil ihm nie jemand gesagt hat, dass er mit dem richtigen Produkt schnell und presiwert seine Lebensqualität verbessern könnte. Hier ist die Chance des guten Beraters am Anpasstisch, der die Tränenfilm-Defizite mit dem ersten Blick erkannt hat. Eine kurze Zusatzfrage, eine Empfehlung, ein Probetropfen an Ort und Stelle, und Ihr Kunde wird den Laden nicht nur mit seiner Brille verlassen, sondern auch mit dem Gefühl, besonders kompetente Hilfe vom Fachmann rund ums gute Sehen bekommen zu haben. Das erste gekaufte Fläschchen hat er/sie dann meist schon in der Tasche.
Bei der Produktauswahl spielt vor allem die Viskosität eine Rolle. Dünnflüssige Präparate, wie sie zur Kontaktlinsen-Nachbenetzung benötigt werden, verweilen bei dem Kunden mit Tränenfilm-Problemen nicht lang genug im Auge, um dauerhafte Linderung mit dem entsprechenden Erfolgserlebnis zu bringen. Andererseits sind Gele, die das Epithel lange schützen und entlasten, gerade für Erst- und Gelegenheitsanwender schwierig zu handhaben. Ein interessantes Konzept stellen deshalb viskositätsändernde Produkte wie Systane dar, die leicht zu tropfen sind und erst bei dem Kontakt mit dem Auge blitzschnell zum Gel werden.
Künstliche Träne: Das ist ein unerschlossenes Umsatzpotential bei Millionen Brillenträgern. Darunter auch Hunderte Ihrer Kunden, denen nur eins fehlt: Ihr Beratzungsimpuls.
Lesen Sie außerdem, woher der Anstoß zum Kontaktlinsentragen kommt und den "Irrtum des Monats".
Download des Infobriefs: INFOBRIEF Kontaktlinsen-Pflege Nr. 2
Neue Möglichkeiten in der refraktiven Linsenchirurgie
Im ersten Teil des Lunchsymposiums wurden erste, durchweg sehr überzeugende Ergebnisse mit der neuen multifokalen AcrySof® ReSTOR® Aspheric +3 D IOL präsentiert. T. Kohnen leitete seinen Vortrag sehr eindrucksvoll mit Daten zur Entwicklung der Alterspyramide ein: innerhalb der nächsten zwanzig Jahre wird der Anteil der über 65-jährigen in der Bevölkerung um 7% zunehmen. So werden im Jahr 2028 etwa 21,3 Mio Menschen über 65 Jahre alt und somit presbyop sein, heute sind es bereits 16,7 Mio Menschen. Die neue multifokale AcrySof® ReSTOR® Aspheric +3 D IOL stellt dabei eine effiziente Möglichkeit zur Presbyopiekorrektur auch im Rahmen der Kataraktchirurgie dar. Wie Kohnen darlegte, basiert die neue ReSTOR® IOL auf dem bewährten apodisiert-diffraktiven Optikdesign ihrer Vorgängermodelle und unterscheidet sich nur durch ihren reduzierten Nahzusatz von 3 dpt. Dies wirkt sich positiv auf den Intermediärvisus und den Leseabstand aus, wie er anhand seiner ersten Ergebnisse belegte: der beste Leseabstand lag bei 37 – 40 cm, der mittlere Visus über alle Distanzen lag bei 0,1 logMAR oder besser, die Sehschärfentiefe war bei 40 – 50 cm am besten und der Intermediärvisus über alle Bereiche lag bei 0,168 logMAR oder besser. Kohnen hielt fest, „wir sind zum jetzigen Zeitpunkt mit dem neuen Implantat sehr zufrieden und haben das Vorgängermodell komplett ausgetauscht, weil die Patienten mit dem neuen Modell wegen des verbesserten Intermediärvisus deutlich zufriedener sind."
U. Mester bestätigte diese Ergebnisse und hob ebenfalls den deutlich verbesserten Intermediärvisus hervor: Während mit dem Vorgängermodell in 70 cm Entfernung ein durchschnittlicher Visus von 0,5 erzielt wurde, kann mit der neuen ReSTOR® +3 D IOL ein durchschnittlicher Visus von 0,8 erreicht werden. „Das ist ein deutlicher Unterschied und insbesondere für Menschen, die viel am Computer arbeiten ein großer Vorteil", so Mester. Die Befürchtung, der reduzierte Nahzusatz sei mit stärkeren photischen Störungen verbunden, habe sich dabei nicht bestätigt! In diesem Zusammenhang wies Mester auch ausdrücklich darauf hin, dass bestimmte Nebenerscheinungen von Multifokallinsen wie z.B. Lichtphänomene oder auch die neuronale Adaptation keine Komplikationen darstellen, sondern zum System gehören. Dies müsse auch den Patienten verständlich gemacht werden.
Insgesamt waren beide Referenten begeistert von der neuen ReSTOR® mit 3 Dioptrien Nahzusatz und waren sich einig, dass „wir mit der AcrySof® ReSTOR® Aspheric +3D noch mehr Patienten zufrieden machen als mit der +4D". Um ein optimales refraktives Ergebnis zu erzielen, empfahlen beide, auf Emmetropie abzuzielen und die Achslängenmessung mit dem IOL-Master durchzuführen. Zur Auswahl der korrekten Linsenstärke empfahlen sie, die Berechnung anhand von drei Refraktionsformeln (SRKT, Haigis, Holladay) durchzuführen und daraus die optimale Linsenstärke abzuschätzen.
Der zweite Teil des Symposiums war der Astigmatismuskorrektur gewidmet. P. Hoffmann präsentierte umfangreiche Daten zur Astigmatismus-Prävalenz und legte dar, dass etwa jeder sechste Patient von der Implantation einer torischen Intraokularlinse profitiert. Denn bei etwa 16 % der Kataraktpatienten liegt ein Astigmatismus von > 1,5 dpt vor. Und bereits die Korrektur der kleinen Zylinderwerte sei sehr wirkungsvoll, da der Restzylinder zu etwa 50 % am postoperativen Unschärfeäquivalent beiträgt und so die postoperative Sehqualität beeinträchtigt. „Bei einer Brillenverordnung würde man ja auch nicht auf die Idee kommen, einen Zylinder von 1,5 dpt nicht auszugleichen", so Hoffmann. Im Rahmen der Kataraktchirurgie stellt die AcrySof® Toric IOL eine effiziente und vor allem langfristig stabile Möglichkeit zur Astigmatismuskorrektur dar, wie die Ergebnisse von Hoffmann zeigen. Ein Jahr postoperativ ermittelte er bei 89 Patienten nach Implantation der AcrySof® Toric IOL eine außergewöhnlich hohe Rotations- und Refraktionsstabilität: Mehr als 90 % der Patienten zeigten eine Rotation < 10°, fast alle Patienten erreichten einen Visus von 0,8. Hoffmann kam dementsprechend zu dem Ergebnis, dass „mit der AcrySof® Toric eine sichere, effiziente, vorhersagbare und langzeitstabile Astigmatismuskorrektur möglich ist."
P. Szurman präsentierte seine Erfahrungen mit der AcrySof® Toric IOL vor allem unter Praxisaspekten und hob die Einfachheit und leichte Integration des AcrySof® Toric Konzeptes in den Praxisalltag hervor: „Das revolutionäre an dem AcrySof® Toric Konzept ist, dass es auf der bewährten AcrySof®-Plattform basiert. Das garantiert eine leichte Implantation ohne sperrige Haptiken, sehr gute Zentrierung und eine geringe Nachstarrate." Auch aufwändige Berechnungen sind nicht nötig, da „der Toric Calculator sehr leicht und komfortabel zu bedienen ist, so dass die Kalkulation der torischen Linse sogar voll delegierbar ist". Auch die Implantation der AcrySof® Toric IOL mit dem Monarch® Injektor beschrieb er als leicht und „wie gewohnt". Der Astigmatismus wurde im Median von 1,58 auf 0,5 dpt reduziert, die Fehlachse lag bis auf eine Ausnahme bei unter 2°. Dies führt Szurman auch darauf zurück, dass die AcrySof® Toric IOL aufgrund des Materials „dort sitzen bleibt, wo man sie implantiert". Die AcrySof® Toric IOL ermöglicht also ohne großen Aufwand eine zuverlässige und vorhersagbare Korrektur niedriger Astigmatismen. Insgesamt können so mit den konventionellen und den torischen AcrySof® Modellen etwa 97 % der Kataraktpatienten astigmatismusneutral versorgt werden.
Komplikationsmanagement: IFIS - was ist zu tun?
2005 lenkten Dr. Chang und Dr. Campbell die Aufmerksamkeit der Ophthalmochirugen auf das intraoperative Floppy-Iris-Syndrom (IFIS). Dieses Symptom trat bei Menschen auf, die mit einem α-Blocker behandelt wurden. Herkömmliche Symptome sind eine besonders mobile und spannungsarme Iris und eine enge Pupille. Diese Umstände sind eine wahre Herausforderung während der Kataraktoperation.
Kataraktoperateure versuchen ständig neue Wege zu finden, um IFIS Fälle in der Kataraktchirurgie zu managen. Viele Operateure dehnen die Pupille, injizieren Medikamente, um die Iris zu festigen oder verwenden stabilisierende Mittel, um die Iris zu kontrollieren. Das künstliche Öffnen der Iris kann allerdings bleibende Schäden mit sich bringen.
Experten auf dem Gebiet der Kataraktchirurgie stellten fest, dass die Fluidikverhältnisse bei der torsionalen Phako mit OZil® dem Chirurgen eine weitaus bessere Kontrolle bei der Behandlung von IFIS Patienten bieten, als dies beim herkömmlichen longitudinalen Ultraschall der Fall ist.
Die grundlegend reduzierte Abstoßung (verbesserte Followability) bei der Anwendung von torsionalem Ultraschall (OZil®) erlaubt die Verwendung reduzierter Parameter, ohne Effizienz und Sicherheit einzuschränken. Wer zusätzlich mit INTREPID® (mikro-koaxiales System) arbeitet, verringert die Wahrscheinlichkeit ernster Iris-Prolapse.
Glanzlichter:
- Dr. Richard Tipperman verwendet OZil® - torsionalen Ultraschall und das INTREPID® FMS um die Strömungsverhältnisse in der Vorderkammer zu stabilisieren. Hohe Fluidikparameter können bei einem Floppy-Iris-Syndrom die Gefahr eines Irisprolapses verstärken. Zusätzlich verwendet er Epinephrine. Mit dieser Kombination musste er bei einem IFIS Patienten noch nie zu einer mechanischen Stabilisierung der Pupille greifen.
- Dr. Ike Ahmed sieht zwei Haupterrungenschaften beim torsionalen Ultraschall: Verbesserte Followability und Reduktion intraokularer Turbulenzen. Gute Followability und geringe Turbulenzen sind sehr wichtig beim Management des Floppy-Iris-Syndroms: Durch starke Turbulenzen wird die Iris noch mobiler und flatteriger, was wiederum zu einem Irisprolaps in die Inzision führen kann. Zusätzlich weist er noch auf die Wichtigkeit einer soliden Wundkonstruktion hin und gibt an, dass in manchen Situationen stabilisierende Elemente notwendig sein können.
- Dr. Robert Cionni diskutiert in seinem Beitrag vor allem Wundkonstruktion und Ort der Inzision. Während der Operation verwendet er DisCoVisc®, um die Iris zu manipulieren und die Pupille zu weiten. Des Weiteren weist er darauf hin, dass OZil® ihm das Arbeiten mit niedrigen Parametern erlaubt, ohne Effizienz einzubüßen.
- Dr. Robert Lehmann beschreibt, dass torsionaler Ultraschall und eine 2,2 mm Inzision in den letzten Jahren die größten Errungenschaften für seine OP-Technik sind. Er gibt Insidertipps zu seiner OP-Technik und gibt Empfehlungen in Bezug auf die Implantation torischer Linsen bei diesen anspruchsvollen Fällen.
Videos
Die Videos können Sie sich gerne unter http://www.eyetube.net/v.asp?wadava ansehen. Hierzu ist eine kostenlose Registrierung bei ‚eyetube’ notwendig. Das pdf der Sonderveröffentlichung als Download steht hier für Sie bereit: Management IFIS SV
Neuer Geschäftsführer bei Alcon Pharma
Zum 1. April 2009 wurde Herr Dr. Christian Roesky zum neuen Geschäftsführer von Alcon Pharma ernannt. Herr Dr. Roesky tritt damit die Nachfolge von Herrn Manfred Regener an, der nach einer äußerst erfolgreichen Karriere und 24 Jahren als Area Director Deutschland & Österreich sein Amt als Geschäftsführer an seinen Nachfolger übergeben hat. Herr Dr. Roesky ist promovierter Diplomchemiker und verfügt über eine langjährige nationale und internationale Erfahrung im Management in der Ophthalmologie.
Wir bedanken uns bei Herrn Regener für 24 Jahre erfolgreiche und für uns alle sehr wertvolle Zusammenarbeit und freuen uns auf eine ebenso gute Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Roesky. Mit besten Wünschen für beide – die Alcon Mitarbeiter.
Das richtige Viskoelastikum bei unvorhergesehenen IFIS Fällen
Mit diesem Beitrag möchte ich keinen weiteren Übersichtsartikel zum Thema IFIS (Intraoperatives Floppy-Iris-Syndrom) und Kataraktoperation schreiben, da hierzu in den letzten Jahren viele gute Artikel veröffentlicht wurden. Ich möchte aber einen praktischen Leitfaden erstellen, wie mit unvorhergesehenen IFIS Fällen zu verfahren ist.
Es gibt vier Ansätze, einen solchen IFIS-Fall zu managen: pharmakologische Präparate (z. B. Epinephrine), mechanische Hilfsmittel (z. B. Malyugin Ring), die Verwendung geeigneter Viskoelastika sowie die Verwendung spezieller Fluidikeinstellungen.
Ich selbst manage IFIS vor allem durch die Verwendung des passenden Viskoelastikums in Kombination mit sehr geringen Fluidikeinstellungen. Das Hauptmerkmal des Floppy-Iris-Syndroms ist, dass sich die Iris leicht mit der Fluidik im Auge bewegt. Hohe Fluidikströmungen in der Vorderkammer ziehen die Iris leicht mit sich (z. B. gegen den Phakotip oder gegen eine undichte Inzision). Es ist deshalb wichtig, einer Strategie zu folgen, die die Flüssigkeitsbewegungen im Auge minimiert. Viskoelastika bilden hierbei eine Barriere zwischen der Iris und den Fluidikströmen. Ich bevorzuge das dispersive Viscoat® (Alcon), um die Iris zu stabilisieren. Ein weiterer Vorteil: Viskoelastika mit niedrigem Molekulargewicht erzeugen nach der Operation keine hohen Druckspitzen, so dass es möglich ist, bei einem Floppy-Iris-Syndrom etwas Viskoelastika im Auge zu belassen. Im Folgenden werde ich versuchen, meine Strategie Schritt für Schritt zu erläutern:
1. Vermeiden Sie eine undichte Inzision, indem Sie sicherstellen, dass der Sleeve die Inzision komplett abdichtet.
2. Minimieren Sie den Ausfluss durch die Parazentesen. Sollte die erste Parazentese zu groß sein, sollten Sie erwägen, eine neue zu setzen – so klein wie möglich.
3. Injizieren Sie ein dispersives oder kohäsives Viskoelastikum um die gesamte Iris herum – also nicht nur auf sondern auch um die Iris herum. Mit den empfohlenen geringen Aspirationsraten wird das Viskoelastikum am Platz bleiben und die Iris daran hindern, mit dem Flüssigkeitsstrom in die Vorderkammer zu wandern.
4. Minimieren Sie den Infusionsdruck, indem Sie die Flasche absenken und reduzieren Sie die Aspirationsrate soweit wie möglich.
5. Minimieren Sie die Aspirationsrate, indem Sie die Okklusion so weit wie möglich erhalten. Torsionaler Ultraschall (OZil® Technologie, Alcon) vereinfacht das Minimieren der Aspirationsrate durch die geringe Abstoßung, die die torsionale Ultraschallbewegung hervorruft. Bei longitudinalem Ultraschall kann man die Abstoßung reduzieren, indem man die Ultraschall-An-Zeit verringert (Duty-Cycle).
6. Reduzieren Sie den Surge, indem Sie einen moderaten Vakuumlevel angeben. Ein spontan auftretender hoher Postokklusionssog kann die Iris leicht gegen den Phakotip ziehen.
Mit diesem Ansatz - der Kombination eines dispersiven Viskoealstikums mit geringen Fluidikeinstellungen und torsionalem Ultraschall - konnte ich alle unvorhergesehenen IFIS Fälle sicher managen.
Artikel als pdf: IFIS Dr. Tjia
Dr. Khiun F. Tjia, Isala Clinics, Zwolle, Niederlande
Bericht zum Alcon Lunchsymposium auf der DGII 2009
Kataraktchirurgie ist heute auch refraktive Chirurgie. Denn ein gutes funktionelles Sehvermögen trägt maßgeblich zum Erhalt eines aktiven Lebensstils und zur Lebensqualität bei. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass in der Kataraktchirurgie derzeit viele Entwicklungen zu beobachten sind, die postoperativ auf eine möglichst optimale Sehqualität abzielen. Eine Möglichkeit liegt dabei in der präzisen Astigmatismuskorrektur im Rahmen der Kataraktchirurgie - ein Thema, das während des gut besuchten DGII-Lunchsymposiums der Fimra Alcon Pharma unter der Leitung von Prof. Thomas Kohnen gemeinsam mit Dr. Peter Hoffmann und PD Dr. Peter Szurman ausführlich diskutiert wurde.
Den gesamten Artikel erhalten Sie hier: Lunchsymposium DGII 2009
BSS® und BSS Plus® sind auf der Positivliste des GBA
Im Zuge des sogenannten Gesetzes zur Änderung medizinprodukterechtlicher und anderer Vorschriften vom 14. Juni 2007 wurde zum 01. Juli 2008 § 31 SGB V geändert, indem die Sätze 2 und 3 dieser Vorschrift neu gefasst wurden. Diese lauten zukünftig wie folgt:
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat in den Richtlinien nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 festzulegen, in welchen medizinisch notwendigen Fällen ausnahmsweise in die Arzneimittelversorgung einbezogen werden:
1. […]
2. Stoffe und Zubereitungen aus Stoffen, die als Medizinprodukte nach § 3 Nr. 1 oder 2 des Medizinproduktegesetzes zur Anwendung am oder im menschlichen Körper bestimmt sind; ...
Sowohl BSS® als auch BSS Plus® von Alcon wurden 2008 in die Positivliste der Arzneimittel-Richtlinie 12 nach § 31 Abs. 1 Satz 2 und 3 i. V. mit § 92 Abs. 1 Satz Nr. 6 SGB V aufgenommen. Damit waren sie die ersten intraokularen Spüllösungen auf der Positivliste, die nach § 31 von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden.
Tamsulosin und IFIS - Schwierige Situationen sicher beherrschen
Der Umgang mit Tamsulosinpatienten in der Kataraktchirurgie ist mittlerweile zum Alltagsproblem geworden. Der α1-Blocker Tamsulosin und Derivate ist bei der benignen Prostatahyperplasie das Mittel der Wahl und wird zunehmend häufiger auch bei Frauen mit neurogener Blasenstörung eingesetzt. Der Effekt auf die glatte Muskulatur ist bekannt und wird von Chang et allii in einer Studie beschrieben. In dieser Studie wird auf das Einsetzen von Irishaken verwiesen, was im Alltag des Kataraktchirurgen jedoch einen zunehmenden Zeitaufwand bedeutet und häufig Schädigungen der Iris nach sich zieht.
Bei meiner Arbeit mit dem INFINITI® Vision System von Alcon habe ich Operationseinstellungen gefunden, die den Umgang mit dem IFIS wesentlich vereinfachen und den Einsatz von Irisretraktoren gänzlich unnötig machen.
Augenmerk sollte vor allem auf verminderten Druck bei der Hydrodissektion gelegt werden. Dies lässt sich dadurch erreichen, dass nach erfolgter Kapsulorhexis die Hydrodissektionskanüle möglichst weit in die Peripherie vorgeschoben wird. Eine komplette Hydrodissektion ist für den weiteren Operationsverlauf sehr hilfreich – hier sollte nicht an Zeit gespart werden.
Da sich das IFIS insbesondere durch eine intraoperative Druckerhöhung im Kapselsack manifestiert, ist darauf zu achten, dass sowohl bei der Irrigation als auch bei den Fluidikparametern mit niedrigen Einstellungen gearbeitet wird. Die INFINITI® bietet alle Voraussetzungen für eine solche Arbeitsweise. Die gute Vorderkammerstabilität der Maschine ermöglicht ein sicheres Arbeiten bei Flaschenhöhen ab 65 cm. Durch die verminderte Abstoßung der torsionalen OZil®- Technologie können sowohl Vakuum, als auch Aspirationsrate (Vac. ab 200 mmHg, AFR ab 15 ml/min) ohne Effizienzverlust auf ein Minimum reduziert werden. In diesem Fall ermöglicht die Dynamik der Infiniti, die für die Einstellung der Pumpengeschwindigkeit zuständig ist, eine Verlangsamung der Pumpe. Dies garantiert die erforderliche Ruhe und das Gleichgewicht bei diesen niedrigen Fluidikeinstellungen.
Da die Iris auch auf lokale Druckerhöhung reagiert, ist es wichtig, den Irrigationsstrom niemals auf die Iris zu richten. Bei Missachtung dieser Regel bemerken wir sogar einen Irisprolaps durch die Parazentesen!
Die Kombination von OZil®-Technologie und mikro-koaxialer Phako, bei der ein Phakotip mit kleinem Durchmesser (0,91 mm) zum Einsatz kommt, ermöglicht die Emulsifikation in einem größtmöglichen Abstand zur Iris und im sicheren zentralen Bereich.
Bei der IOL-Implantation sollte bedacht werden, dass eine zu große Menge Viskoelastikum im Implantationskanal zu einer mechanischen Beeinträchtigung der Iris führen kann. Auch sollte nur wenig Viskoelastikum in den Kapselsack injiziert werden: Dabei sollten sowohl das Volumen der IOL als auch das des Viskoelastikum berücksichtigt werden.
Nach komplikationsloser Implantation der IOL muss das Viskoelastikum abgesaugt werden, hierbei darf das Auge nicht gespült werden, da die Druckerhöhung sonst zu einem Irisprolaps führen kann.
Durch die Anwendung des INFINITI® IFIS Programms können grobe Fehler vermieden werden, da durch die gezielte Abstimmung der Parameter große Schwankungen ausgeschlossen werden.
Take your time…
Praxis Dr. med. T. Lange, Dr. med. K. Sapalidis und Kollegen, Ludwigsburg
Auf der Praxishomepage können die Maschineneinstellungen abgerufen werden: http://www.augenop.com
FDA-Empfehlung bestätigt die hohe Qualität und Sicherheit der intraokularen Spüllösungen von Alcon
Die Sicherheit intraokularer Spüllösungen war in den USA in letzter Zeit umstritten. Nicht FDA-zertifizierte Produkte hatten mehrfach zu schweren Komplikationen geführt. Nun verbietet die oberste amerikanische Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration, USA) Herstellung und Vertrieb nicht zertifizierter Spüllösungen. Nach dem 21. Januar 2009 dürfen in den USA nur noch FDA-zertifizierte intraokulare Spüllösungen zum Einsatz kommen. Derzeit sind dies ausschließlich Produkte von Alcon und Akorn.
Die FDA fordert die Ärzte schon jetzt auf schnellstmöglich zu diesen intraokularen Spüllösungen zu wechseln.
Im Verlauf der Geschichte ophthalmologischer Spüllösungen gab es immer wieder Qualitätsprobleme. Wiederholt mussten Unternehmen aufgrund von Verunreinigungen - in den USA auf Weisung der FDA - Produkte vom Markt nehmen.
Rückrufe oder Konflikte mit der FDA hat es mit intraokularen Spüllösungen von Alcon noch nie gegeben.
Setzen auch Sie auf die Sicherheit unserer intraokularen Spüllösungen BSS® und BSS Plus®.
Link zur originalen Pressemitteilung der FDA: http://www.fda.gov/bbs/topics/NEWS/2008/NEW01890.html
Optimierte A-Konstanten für AcrySof® Linsen
Unser Service für Sie! Unter diesem Link finden Sie monatlich aktualisiert die optimierten AcrySof® IOL-Konstanten für den Zeiss IOL-Master. Optimierte A-Konstanten


