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Erkrankung des Tränensackes (Dakryocystitis)

Ursache: Oftmals besteht eine Schwellung der Schleimhaut des Tränensackes, manchmal in Verbindung mit Erkrankungen der Nasenschleimhaut. Dadurch kommt es zu einer Störung des Tränenabflusses mit Tränenträufeln und Sekretstau im Tränensack (chronische Dakryocystitis). Sammeln sich Keime im Tränensack, so können sie zu einer akuten Entzündung (akute Dakryoadenitis) führen.
Symptome: Die Patienten klagen über Tränenfluss, das Auge ist feucht. Manchmal erkennt man in dem inneren Lid-Nasenwinkel eine Schwellung. Im Falle einer akuten Entzündung schwillt die Tränensacksregion stark und schmerzhaft an, die Haut ist gerötet.
Diagnostik: Die Untersuchung erfolgt klinisch, bei chronischer Entzündung kann eine Tränenwegsspülung notwendig sein, im akuten Entzündungsstadium nicht.
Da die Ursache für die Tränenabflussbehinderung auch im Nasen- oder Nasennebenhöhlenbereich liegen kann, wird eine HNO-ärztliche- und evtl. eine Röntgenuntersuchung nötig sein.
Therapie: Im akuten Stadium wird die Entzündung mit Antibiotika behandelt. Danach und im Falle der chronischen Abflussbehinderung wird eine Operation nötig. In der Regel wird durch den Augenarzt oder HNO-Arzt eine neue Verbindung vom Tränensack zur Nase hergestellt . Die Operation kann in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose erfolgen.