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Chirurgisch induzierter Astigmatismus beeinflusst exakte Kalkulation
Grundlage für ein optimales refraktives Ergebnis ist die exakte Kalkulation der zu implantierenden
torischen Intraokularlinse. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass auch bei minimalen
Inzisionen der chirurgisch induzierte Astigmatismus ganz maßgeblich die Kalkulation beeinflusst.
Dies zeigt eine auf 806 Patientendaten basierende theoretische Analyse von W. Hill, in der mit
Hilfe des AcrySof® Toric Kalkulator die zu implantierende AcrySof® Toric ermittelt und der jeweils
zu erwartende Restzylinder verglichen wurde: einmal mit Berücksichtigung eines chirurgisch
induzierten Astigmatismus von 0,5 dpt und einmal ohne Berücksichtigung. Es zeigt sich, dass
bei Einberechnung des chirurgisch induzierten Astigmatismus der zu erwartende Restzylinder
statistisch und klinisch signifikant niedriger ausfällt (Abb.). Hauptursache scheint dabei vor
allem zu sein, dass durch die Einberechnung des chirurgisch induzierten Astigmatismus ein
anderes Torus-Modell ausgewählt und dadurch eine präzisere Korrektur erzielt wird. Hills Fazit:
Der AcrySof® Toric Kalkulator, der den chirurgisch induzierten Astigmatismus automatisch mit
0,5 dpt einberechnet – sofern der Operateur keine Änderungen vornimmt – ist ein wichtiger
Bestandteil präziser Operationsplanung und hat einen messbaren Einfluss auf die zu erwartenden
Operationsergebnisse.
W. Hill, J. Cat. Refract. Surg. 2008, 34:364-367.