Literatureinblicke
Patienten mit niedrigem Astigmatismus profitieren auch von torischer IOL
Seit langem ist aus der refraktiven Chirurgie bekannt, dass selbst ein niedriger Astigmatismus von 0,75 dpt Symptome wie verschwommenes Sehen, Geisterbilder oder Lichthöfe hervorrufen und somit die Sehqualität der Patienten beeinträchtigen kann (1). Auch die Autoren einer aktuellen Studie mit 21 Probanden kommen zu dem Ergebnis, dass bereits ein unkorrigierter Astigmatismus von 1,0 dpt das Sehvermögen in typischen Alltagssituationen und somit auch die Lebensqualität der Patienten beeinträchtigt. Sie empfehlen daher auch bei niedrigem Astigmatismus die Implantation torischer Intraokularlinsen (2). Wie eine aktuelle retrospektive Vergleichsstudie mit 323 Augen mit einem präoperativen Hornhautastigmatismus von 0,75 - 1,38 dpt zeigt, ermöglicht die AcrySof® Toric T3 IOL eine zuverlässige und präzise Korrektur niedriger Astigmatismen (3). Die mit der AcrySof® Toric T3 IOL versorgten Augen (n=185) weisen postoperativ einen refraktiven Astigmatismus von durchschnittlich 0,31 dpt auf, der somit signifikant niedriger (p < 0,001) ist als der in der Gruppe der konventionell versorgten Augen (durchschnittlich 1,0 dpt). Während 91,9 % aller torisch versorgten Augen einen refraktiven Astigmatismus von ≤ 0,5 dpt aufweisen, sind es in der Gruppe der konventionell versorgten Augen nur 13 % (Abb.). Die Autoren halten fest, dass gerade auch Patienten mit einem leichten Astigmatismus deutlich von der Implantation einer AcySof® Toric IOL profitieren.
(1) Nichamin L. D. Ophthalmol Clin N Am 2006; 485-493. (2) Wolffsohn J. S. et al. J Cat Refract Surg 2011; 37:454- 460. (3) Ernest P. & Potvin R. J. Cat Refract Surg 2011; 37:727-732.