Literatureinblicke
Multifokallinse nach LASIK
Weltweit haben sich mittlerweile Millionen Menschen zur Verbesserung ihres Sehvermögens einer LASIK unterzogen. Gerade diese Patienten erwarten häufig auch nach Kataraktoperation ein brillenfreies Leben und wünschen sich die Implantation einer Multifokallinse. Zwar stellt die exakte Berechnung der IOL-Stärke bei diesen Patienten – durch die veränderte Hornhautkurvatur – eine Herausforderung dar, trotzdem können auch sie zuverlässig mit Multifokallinsen versorgt werden. So lagen bei Patienten mit vorausgegangener myoper Lasik nach Implantation einer AcrySof® IQ ReSTOR® IOL und teilweise erforderlichem Laser Touch-Up 84 % aller Augen innerhalb 0,5 dpt Zielrefraktion (1). Auch nach hyperoper LASIK erreichen Patienten mit der AcrySof® IQ ReSTOR® IOL einen durchschnittlichen unkorrigierten Nahvisus von etwa 1,0 und einen Fernvisus, der unter photopischen Bedingungen dem der phaken Vergleichsgruppe entspricht (2). Dabei ist es wichtig, ein trockenes Auge – häufige Komplikation nach LASIK – unbedingt vor Multifokallinsenimplantation zu diagnostizieren und zu behandeln, um eine korrekte IOL-Kalkulation und postoperativ ein optimales Sehvermögen mit der Multifokallinse zu gewährleisten.
(1) O. Muftuoglu et al., J Cat Refract Surg 2010; 36:1815–1821. (2) J.F. Alfonso et al., J Cat Refract Surg 2011; 37:1090–1096.