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Gibt es einen Zusammenhang zwischen Kataraktoperation und AMD?
Die altersbedingte Makuladegeneration ist eine multifaktorielle Erkrankung, bei der neben Umweltfaktoren, Ernährung und genetischen Einflüssen auch die Wirkung des Lichtes eine Rolle spielt. Zahlreiche epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass die kumulative, lebenslange Lichtexposition besonders bei aphaken und pseudophaken Patienten zur Schädigung der Netzhaut und des retinalen Pigmentepithels (RPE) führen kann und dass diese Augen daher ein erhöhtes Risiko für das Fortschreiten einer AMD haben(1,2,3). Es liegen allerdings auch epidemiologische Studien vor, die einen derartigen Zusammenhang nicht zeigen. Auch wenn der epidemiologische Nachweis bislang noch nicht eindeutig ausfällt, so gilt es doch als anerkannt, dass neben UV-Licht auch das sichtbare Licht die Netzhaut schädigen kann(4,5). Neuere Untersuchungen weisen darauf hin, dass Bestrahlung mit weißem oder blauem Licht zu einem erhöhten Absterben von RPE-Zellen führt(6,7,8,9,10). In diesem Zusammenhang sollte auch immer bedacht werden, dass humane RPE-Zellen nicht mehr teilungsfähig sind(11). Ein Absterben der RPE-Zellen – wie es auch im Rahmen der trockenen AMD auftritt – ist daher besonders schwerwiegend.
(1)-(11) auf Anfrage erhältlich.