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Sie sind hier: Startseite Ärzte Service Newsletter imblickpunkt Archiv Ausgabe 2009/02 Weitere Belege für die Schutzwirkung von Blaulichtfilterlinsen

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Weitere Belege für die Schutzwirkung von Blaulichtfilterlinsen

Degenerative Makulaveränderungen entstehen über einen langen Zeitraum. Der klinische Beweis zur Schutzwirkung von Blaulichtfilterlinsen ist daher schwer zu führen. Eine aktuelle laborexperimentelle Studie zeigt erneut, dass vermehrte Lichteinstrahlung phototoxische Schäden an der Netzhaut verursacht und dass Blaulichtfilterlinsen diesbezüglich einen besseren Schutz bieten als konventionelle UV-Filterlinsen. Dazu wurde nach Bestrahlung humaner RPEZellen mit weißem Licht das Ausmaß der phototoxischen Schäden überprüft. Eine ungefilterte Bestrahlung führte zu einem signifikanten Absterben der RPE-Zellen. Bei Filterung des Lichtes mit der AcrySof® Natural überlebten deutlich mehr Zellen und sogar 33 % mehr als mit UVIntraokularlinsen (Abb. 1). Zudem induzierte die Bestrahlung mit weißem Licht die Bildung eines maßgeblich an der Entstehung von feuchter AMD beteiligten Wachstumsfaktors (VEGF-a). Durch die Blaulichtfilterlinse wurde der lichtinduzierte Anstieg dieses Faktors signifikant stärker reduziert als durch eine UV-Intraokularlinse. So wiesen RPE-Zellen, bei denen die Bestrahlung durch die AcrySof® Natural gefiltert wurde, selbst nach 60 Minuten eine VEGF-a-Expression auf, die nahezu der vor Bestrahlung entsprach (Abb. 2). Die Autoren halten daher insgesamt fest, dass Blaulichtfilterlinsen möglicherweise einen verbesserten Schutz vor phototoxischen Schäden der Netzhaut bieten und empfehlen diese für AMD-Hochrisikopatienten.

Quelle:

M.Kernt et al., J Cat Refract Surg 2009; 35:354-362.

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