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Nicht alle Blaulichtfilterlinsen imitieren die natürliche Linse
Seit etwa sechs Jahren werden Blaulichtfilterlinsen verschiedenster Anbieter in der klinischen Routine eingesetzt. Für zwei Modelle (Alcon, HOYA) wurde die protektive Wirkung vor energiereichem blauen Licht in laborexperimentellen Untersuchungen bereits nachgewiesen1,2,3,4. Nun ermittelten Brockmann et al. die exakten Filtereigenschaften von acht verschiedenen Blaulichtfilterlinsen. Während fünf der acht Blaulichtfilterlinsen (alle AcrySof® Natural Modelle, HOYA, Dr. Schmidt) die Lichtdurchlässigkeit der natürlichen Linse sehr gut abbilden (Abb.1), ließen die anderen Modelle im Blaulichtbereich (400-500 nm) entweder deutlich mehr (PhysIOL) oder weniger (Morcher, Ophtec) Licht als die natürliche Linse passieren (Abb.2). Zwei Blaulichtfilterlinsen wiesen sogar im UV-A Bereich Defizite auf, indem sie unter 400 nm deutlich mehr als 10 % des Lichtes passieren ließen.
Brockmann et al., J Cat Refract Surg 2008, 34:1161-1166. (1) Rezai et al. Graefes`Arch, Clin Exp Ophthalmol 2008, 246:671-676. (2) Kernt et al., DOC 2008, WK 3.17. (3) Sparrow et al., J Cat Refract Surg 2004, 30:873-878. (4) Yanagi et al., J Cat Refract Surg 2006, 32:1540-1544.


