Report
Kostenersparnis durch Blaulichtfilterlinsen
Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine der Haupterblindungsursachen älterer Menschen in industrialisierten Ländern und verursacht wesentliche ökonomische Kosten. Gleichzeitig weisen große epidemiologische Studien auf einen Zusammenhang zwischen Kataraktoperation und dem Voranschreiten einer AMD hin1.
Inwiefern die Implantation von Blaulichtfilterlinsen zu einer Kostenersparnis im Gesundheitswesen beitragen kann, wurde von **P. Reddy et al**. anhand eines ökonomischen Modells errechnet, da entsprechende klinische Daten aus Langzeitstudien derzeit noch nicht vorliegen können. Die Autoren legen in ihrem Modell drei Altersgruppen zugrunde und errechnen die Wahrscheinlichkeit einer AMD-Entwicklung bzw. den zu erwartenden schützenden Effekt der Blaulichtfilterlinsen anhand von Literaturdaten aus experimentellen und epidemiologischen Studien. Kosten für Intraokularlinsen und anfallende Therapien fließen ebenfalls in das Modell ein, wobei die Autoren sich hierbei ausschließlich auf zugelassene AMD-Therapien beschränken. Die Autoren ermittelten, dass in allen drei Altersgruppen AMD nach Implantation von Blaulichtfilterlinsen fast dreimal seltener auftritt als nach Implantation konventioneller Intraokularlinsen (Fig. 1). Dementsprechend führt die Implantation einer Blaulichtfilterlinse – trotz des zunächst höheren Linsenpreises – insgesamt über einen Zeitraum von fünf Jahren in allen drei untersuchten Altersgruppen zu einer deutlichen Kostenersparnis, wobei die Kostenersparnis in der Gruppe der über 75-jährigen am größten ist (Fig. 2).
(1) **Wang et al**., Ophthamology 2003; 110:1960 – 1967; (2) **P. Reddy et al**., Curr. Med. Res. Op. in 2006; 22:1311-1318;


