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Einblicke - Ausblicke

Deutlich weniger Nachstar mit hydrophoben Acryllinsen

Nach wie vor stellt Nachstar die häufigste, postoperative Komplikation der Kataraktchirurgie dar und verursacht hohe Kosten, die unser Gesundheitssystem zusätzlich belasten.
In einer retrospektiven, multizentrischen Studie wurde europaweit untersucht, inwieweit die Nachstarentwicklung durch das Material der Intraokularlinse reduziert werden kann. **G. U. Auffarth et al**., verglichen retrospektiv bei 1525 Patienten die Häufigkeit der Nd:YAG-Kapsulotomie nach Implantation verschiedener Intraokularlinsen und stellen einen statistisch hoch signifikanten Unterschied fest: während mit hydrophoben Acryllinsen nur 7,1 % der Patienten eine Nd:YAG-Kapsulotomie benötigen, sind es mit Silikon- (16,2 %) und PMMA-Linsen (19,2 %) mehr als doppelt so viele Patienten. Patienten mit hydrophilen Acryllinsen (31,1 %) benötigen sogar mehr als viermal so häufig eine Nd:YAG-Kapsulotomie. Die Autoren schlussfolgern, dass hydrophobe Acryllinsen mit scharfer Kante signifikant weniger Nachstar hervorrufen als alle anderen untersuchten Linsenmaterialien. Zu einem vergleichbaren Ergebnis kommen **C. J. Heatley et al**.: anhand von Retroillumnations- aufnahmen ermittelten sie für hydrophile Single-Piece Linsen eine zehnfach höhere Nachstarrate (50,3 %) als für hydrophobe Single-Piece Linsen (4,9 %).

Quelle:

**G. U. Auffarth et al**., Opthal. Epidemiol. 2004, 11: 319-329; **C. J. Heatley et al**., J. Cat. Refract. Surg. 2005, 31:718 - 724

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