Report
AcrySof® Single-Piece und C-Kartusche: signifikant kleinste Inzision
Die zur Implantation einer Intraokularlinse benötigte Inzisionsgröße beeinflusst ganz entscheidend das Operationsergebnis. **T. Kohnen und T. Kasper** ermittelten in einer prospektiven Studie mit 150 Patienten, welche Inzisionsgrößen zur Implantation der derzeit gängigen Intraokularlinsenmodelle tatsächlich benötigt werden.
Nach Phakoemulsifikation mit limbaler Tunnelinzision implantierten sie vier verschiedene Intraokular- linsenmodelle mit den empfohlenen Kartuschen / Injektorsystemen. Die Inzisionsgrößen wurden während des Eingriffes viermal mit dem Kohnen-Greifzirkel gemessen. Die kleinste Inzision wurde für die AcrySof® SA60AT in Kombination mit dem Monarch® II Injektor und der C-Kartusche ermittelt. Ihre Wundgröße ist mit 2,9 mm signifikant kleiner als die aller anderen getesteten Systeme. Außerdem stellten die Autoren fest, dass die Wundränder bei Implantation der AcrySof® SA60AT mit dem Monarch® II Injektor nur sehr geringfügig gedehnt werden (2,8 %). Die Autoren weisen außerdem darauf hin, dass die effektiv nutzbare Zone mancher Intraokularlinsen bei steigenden Dioptrien abnimmt. So hat die AR40e bei 21,5 - 24 dpt nur eine optisch nutzbare Zone von 5,12 mm, während bei den AcrySof® Intraokularlinsen für alle Dioptrien der gesamte Optikdurchmesser optisch nutzbar ist. Die Autoren ermittelten das Verhältnis von Inzisionsgröße zu effektiv nutzbarer optischer Zone der implantierten Intraokularlinse. Das mit Abstand beste Verhältnis für alle Dioptrien lieferte die AcrySof® SA60AT, implantiert mit dem Monarch® II Injektor.
**T. Kohnen**, **T. Kasper**, Ophthalmol. (2005) 112:58-66